Vorlesung im Wintersemester 2003/04
Algorithmen für Gruppen und Codes
(Prof. Dr. Thomas Beth, Dr. Markus Grassl)
15. Vorlesung: Gewichtsverteilung von Codes
- Gewichtszählerpolynom:
formales Polynom
W(x,y)=A0xn+A1x(n-1)y1+...+Aix(n-i)yi+...+Anyn,
das die Anzahl Ai der
Codeworte vom Gewicht i codiert
- Satz von MacWilliams:
Das Gewichtszählerpolynom des dualen Codes ist
W'(x,y)=1/|C|*W(x+(1-q)y,x-y)
- Berechne ggf. die Gewichtsverteilung des dualen Codes und daraus
die Gewichtsverteilung sowie Minimaldistanz des Codes, falls der
duale Code "klein" ist.
- Kongruenzen für die Koeffizienten Ai:
- Automorphismengruppe Aut(C): Menge aller Permutationen
(evtl. zusätzlich Multiplikation der Spalten mit
Körperelementen), die den Code als Menge fest lassen
- Zerlege den Code in Codeworte, die von einem nichttrivialen
Element h einer Untergruppe H von Aut(C)
stabilisiert werden und den Rest ==> Kongruenzen modulo |H|
- Ist die Ordnung von H eine Primzahl, so der
stabilisierte Teilcode linear.
- selbstduale Codes:
- Das Gewichtszählerpolynom ist invariant unter einer
linearen Transformation.
- Berechnung der möglichen Gewichtsverteilungen via
Invariantentheorie, z. B.
- selbstduale Binärcodes mit geraden Gewichten:
Gewichtszählerpolynom ist Polynom in f1 und
f2 mit
f1:=x2+y2 und
f2:=x8+14y4y4+y8
- selbstduale Binärcodes mit durch vier teilbaren Gewichten:
Gewichtszählerpolynom ist Polynom in g1 und
g2 mit
g1:=x8+14x4y4+y8 und
g2:=x24
+752y16y8
+2576x12y12
+752x8y16
+y24
Literatur:
- MacWilliams, F. J. and Sloane, N. J. A.
The Theory of Error-Correcting Codes.
Amsterdam: North-Holland, 1977.
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Markus Grassl
(grassl@ira.uka.de),
IAKS,
Arbeitsgruppe
Quantum Computing,
Fakultät für Informatik,
Universität Karlsruhe
Letzte Änderung: 15.02.2004